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SEO-Texte schreiben für Anfänger: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du bist verantwortlich dafür, dass die Webseite deines Unternehmens mehr Traffic generiert? Oder leitest du ein Team aus internen bzw. externen Textern? Dann ist es wichtig bewerten zu können, was einen richtig guten SEO-Text ausmacht. Leider erkennt man den Erfolg erst nach Monaten. Umso wichtiger ist es, dass man bereits bei der Veröffentlichung des Beitrags alles richtig gemacht hat.

SEO-Text – Was ist das?

SEO ist die Abkürzung für den englischen Begriff “Search Engine Optimization”. Beim SEO verfolgen Unternehmen das Ziel, möglichst weit oben in den Suchergebnissen bei Google zu erscheinen. Die Wahrscheinlichkeit ist somit höher, dass Interessenten und potenzielle Kunden

  • auf die eigene Homepage gelangen,
  • Kontakt zu euch aufnehmen
  • oder euer Produkt kaufen.

Um in den Suchergebnissen bei Google ganz oben zu stehen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die man ergreifen kann.

Die Wichtigste zuerst:

Optimiere die Texte auf deiner Homepage.

Warum sich SEO-optimierte Texte auszahlen

Ob bei Produktbeschreibungen oder Blogbeiträgen – das Prinzip von SEO optimierten Texten ist einfach. Je stärker sich die Texte einer Homepage an den Suchkriterien von Google orientieren, desto eher werden sie “belohnt”.

Anders ausgedrückt: Die Autorität einer Homepage bezogen auf ein bestimmtes Thema steigt. Mehr und mehr Besucher gelangen auf die Webseite eines Unternehmens. Mit der richtigen Taktik können Unternehmen so wertvolle Leads und neue Aufträge generieren.

Auf den Punkt gebracht: Mehr SEO = Mehr Besucher = Mehr Leads = Mehr Aufträge

Anhand von Praxisbeispielen kann man dies gut beweisen. Ich habe dafür SEMRUSH verwendet, ein umfangreiches SEO-Analyse-Tool, mit dem man die Homepage-Performance einer beliebigen Seite analysieren kann.

Wer performt besser: die Konkurrenz oder wir? Mit SEMRUSH findet man das sehr gut heraus.

Die Homepage der METRO ist ein gutes Beispiel für eine gelungenes SEO. Seit Februar veröffentlicht das Unternehmen einen Gastronomie-Blog, der mehrmals im Monat relevante Themen für die Kernzielgruppe des Unternehmens veröffentlicht.

Seit Oktober 2016 steigen die Besucherzahlen rapide an und bewegen sich langfristig auf hohem Niveau. Natürlich kann man dafür nicht die SEO-Texte und den Blog alleine verantwortlich machen, aber mit Sicherheit tragen sie nicht unerheblich zum Erfolg der letzten Monate bei.

Eine ähnliche Entwicklung sieht man bei den Besucherzahlen der R+V-Versicherungsgruppe, die einen Unternehmensblog mit regelmäßigen Beiträgen rund um Finanz- und Versicherungsthemen betreibt.

Wie Google SEO-Texte bewertet

Es gibt mehrere Kriterien, nach denen Google SEO-optimierte Texte bewertet. Eine vollständige Liste dieser Kriterien gibt es nicht – den genauen Bewertungs-Algorithmus hält Google geheim. Die Erfahrungen zeigen aber, dass Google bestimmte SEO-Texte besonders belohnt.

Mit diesen 4 Eigenschaften steigt Ihr SEO-Text im Google-Ranking auf:


1. Platzierung von Keywords

Die richtigen Keywords an der richtigen Stelle sind das Geheimnis, das A und O eines erfolgreichen SEO-Textes.

Keywords sind Schlüsselwörter in einem SEO-Text, in der Regel gibt es pro Text 1 Hauptkeyword und 5-6 Nebenkeywords. Das Hauptkeyword richtet sich nach den Sucheingaben von Nutzern. Ein Beispiel:

Das Hauptkeyword “Schuhe” wird mit knapp 250.000 Suchanfragen monatlich ziemlich oft angefragt. Die Anzahl der Suchanfragen ist darum schon mal ein wichtiges Kriterium, um ein Hauptkeyword auszuwählen. Doch das reicht allein nicht aus.

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Sie brauchen Nebenkeywords, die das Hauptkeyword unterstützen und noch näher darauf eingehen, wo die Reise genau hingeht. Verkaufen Sie Schuhe online? Bieten Sie Schuhe nur für Herren an?

Mögliche Nebenkeywords können dann sein: “Schuhe online”, “Schuhe kaufen”, “Herrenschuhe”, etc.

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Weiter unten erkläre ich, wie du Schritt für Schritt an die Recherche geeigneter Haupt- und Nebenkeywords herangehen kannst.
Zum Keywordfilter

2. Mensch vor Google

Die beste Strategie für Google zu schreiben, ist nicht für Google zu schreiben. Klingt verwirrend? Ist aber eigentlich ganz einfach. Mit sogenannten “Crawlern” scannt Google deine SEO-Texte regelmäßig nach bestimmten Keywords ab, belohnt aber gleichzeitig auch solche Seiten, die von Menschen gerne gelesen werden.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verweildauer. Je länger die Besuchszeit, desto größer schätzt Google die Relevanz einer Seite zu einem bestimmten Keyword ein.

Bei einer langen Verweildauer kann dein SEO-Text zu einem bestimmten Thema weiter oben in den Suchergebnissen gelistet werden.

3. Relevanter Inhalt

In erster Linie soll der SEO-Text einen Mehrwert für den Leser bieten. Leistet der Beitrag eine einzigartige Lösung für ein bestimmtes Problem?

Schreiben Sie Inhalte, die so bisher noch nicht gebracht wurden.

Und Fragen Sie sich: Ist mein Beitrag besser als alles anderen, die es online bereits gibt? Falls nicht, warum sollte mich Google dann gut platzieren?

Formuliere lebendig, mache neugierig auf deine Produkte, überrasche den Leser und gib' ihm ein gutes Gefühl beim Lesen.

Wenn sich möglichst viele Leser lange mit den Inhalten Ihrer Homepage auseinandersetzen, wird sich das auch im Ranking der Suchergebnisse positiv niederschlagen.

Wie das ganz praktisch aussieht:

  1. Sieh' Haupt- und Nebenkeywords nicht nur als Stichwörter, sondern als Ausdruck eines Problems. Warum googeln Menschen? Weil Sie jemanden suchen, der ihnen Antworten gibt. Finde diese Antworten!
  2. Bereite deinen SEO-Text multimedial auf. Menschen nehmen Informationen ganz unterschiedlich auf. Erstelle ein Schaubild, vermittle deine Inhalte in einem Video, produziere einen Podcast. Je mehr Kanäle du entwickelst, desto mehr Menschen werden dauerhaft auf deine Inhalte zurückgreifen.
  3. Scheue dich nicht, auch einmal Experten zu befragen. Wenn man eine Person gewinnt, die in einem bestimmten Bereich hohes Ansehen hat, hilft dir das ungemein, um inhaltliche Tiefe in deinen Beitrag zu bekommen.

4. Vielfältiger Schreibstil

Jeder veröffentlichte SEO-Text sollte einzigartig sein. Wer nach dem Prinzip “Copy-and-Paste” bereits bestehender Texte vorgeht, kann von Google böse abgestraft werden. Man nennt dies “Duplicate Content”, und das hat den Verlust eines oberen Listenplatzes bei den Suchergebnissen zur Folge.

SEO-Texter sollten sich darum die Mühe machen, Texte ggf. umzuschreiben und Wiederholungen durch Synonyme oder Umschreibungen zu vermeiden.

In 5 Schritten zum SEO-optimierten Text

Das Verfassen suchmaschinenoptimierter Texte läuft häufig nach demselben Grundschema ab, das jeder Werbetexter mit der Zeit individuell verfeinert. Du wirst sehen, dass auch du mit jedem SEO-Text routinierter und effektiver arbeiten kannst:

1. Schritt: Leser definieren und Ziel setzen

Nicht jeder Produkttext wird immer alle Besucher deiner Homepage ansprechen. Sicher hast du für deine Produkte und Dienstleistungen bereits eine klar abgesteckte Käufergruppe im Blick. Orientiere dich mit ihrem Inhalt und Schreibstil an genau diesen Personenkreis.

Stelle dir anschließend die Frage, was du mit deinem SEO-Text bewirken möchtest: Soll die Zielgruppe Ihre Produkte gleich kaufen? Bei Konsumgütern macht das Sinn.

Bei erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen bieten sich eher Blogbeiträge mit der Einladung zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch oder die Bereitstellung eines kostenlosen E-Books an.

Du möchtest erfahren, wie man eine relevante Zielgruppe definiert und optimal erreicht? Dann empfehle ich dir unser kostenloses Resscourcenkit:

kunden-online-erreichen-marketing-pinetco

2. Schritt: Keyword-Recherche vornehmen

Mit der Keyword-Recherche kommen wir zu einem der wichtigsten Schritte. Mit der richtigen Recherche steht und fällt der gesamte SEO-Text. Während ich weiter oben bereits die Bedeutung der Keywords für SEO-optimierte Texte beschrieben habe, erkläre ich nun, wie du eine Keyword-Recherche erfolgreich durchführen kannst.

Plane zunächst genug Zeit für eine umfangreiche Keyword-Recherche ein. Welche Suchbegriffe könnten für deine Zielgruppe interessant sein? Welche nicht?

Hauptkeyword recherchieren – so geht's

Es gibt zahlreiche hilfreiche Tools, um Keywords zu recherchieren, ich arbeite mit dem Adwords Keyword Planner. Hier bekommt man nicht nur das Suchergebnis zu einem bestimmten Keyword, sondern auch Ideen zu verwandten Schlüsselbegriffen.

Damit erscheint dein Begriff mit dem gewünschten Suchvolumen sowie eine Reihe von verwandte Begriffen. Vielleicht ist dort ja noch ein Keyword mit höherem Suchvolumen dabei?

Das Suchvolumen alleine reicht jedoch noch nicht für die Keyword-Recherche aus!

Stelle dir vor, dass du ein Keyword mit einem richtig hohen Suchvolumen wählst,
z. B. Schuh mit 200.000 monatlichen Suchanfragen. Du kannst dir vorstellen, dass du nicht der einzige im Netz bist, der dieses Keyword für sich gewinnen möchte.

Bevor du also ein Hauptkeyword für deinen SEO-Text wählen, solltest du herausfinden, wie stark der Wettbewerb ist.

Man spricht dabei von der sogenannten “Keyword Difficulty”, die in einer Skala von 1 bis 100 angezeigt wird. Das Prinzip ist einfach: Je größer die Zahl auf der Skala, desto höher ist auch die Keyword Difficulty und desto stärker die Konkurrenz.

Ab wann ist die Keyword Difficulty zu hoch?

Das kann man pauschal nicht sagen. Aber wenn du ein kleines Suchvolumen hast und gleichzeitig eine hohe Keyword Difficulty von 40+, dann solltest du eher nach einem anderen, ähnlichen Keyword Ausschau halten.

Hilfreich ist außerdem, wenn du dir die eigene Page Authority im Vergleich zu der Ihres Wettbewerbers für ein bestimmtes Keyword anschauen. Gibt es zu viele Konkurrenten, die eine viel höhere Page Authority wie Sie selbst haben, ist das Keyword bereits sehr hart umkämpft – auch dann ist ein anderes Keyword sicher besser angebracht.

Alles rund um die Page Authority und wie du diese auf Dauer verbesserst, erfährst du weiter unten unter “Schritt 5”.

Relevante Nebenkeywords finden

Nachdem du dein Hauptkeyword gefunden hast, suchst du nun relevante Nebenkeywords aus. 3 Suchmöglichkeiten für Nebenkeywords:

1. Google Key Word Suggest: Tippe hier ein Hauptkeyword in die Suchmaske von Google ein, ohne die Suchmaschine zu starten. Du wirst eine Reihe verwandter Begriffe finden, die du als Nebenkeywords verwenden kannst.

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 2. Gib einfach dein Hauptkeyword bei Google ein und scrolle nach ganz unten. Auch hier findest du unter “Ähnliche Suchanfragen” Begriffe, die sich als Nebenkeywords eignen könnten.

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3. Der Keywordshitter generiert jede Menge Ideen für passende Nebenkeywords oder Long-Tail-Keywords. Denke aber daran, immer noch das Suchvolumen und die Keyword-Difficulty zu überprüfen.

Zum Keywordfilter
 

3. Schritt: SEO-Texte schreiben

Nachdem du alle notwendigen Vorbereitungen getroffen hast, geht’s ans Schreiben. Vielleicht besitzt du ja bereits jede Menge Texte und Know-How. Ob du komplett neue SEO-Texte für Ihre Homepage und Blogs schreibst oder bereits bestehende überarbeitest, bleibt dir überlassen.

Für die SEO-Optimierung ist es sinnvoll, bestehende Texte noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und ggf. komplett umzuformulieren.

SEO-Überschriften

Das Wichtigste zu Beginn: eine originelle SEO-Überschrift. Mit der SEO-Überschrift entscheidet sich, ob der Besucher auch den Rest des Textes liest oder nicht. Darum ist eine gut formulierte Überschrift elementar wichtig.

Die wichtigste SEO-Überschrift auf deiner Seite ist die sogenannte H1, also die Hauptüberschrift. Die sollte mit dem HTML-Tag <h1> als solche kennzeichnen. Wenn Sie Google Docs verwenden, können Sie dies unter “Schriftart” > “Überschrift 1” automatisch einstellen.

Unterüberschriften können Sie entsprechend mit “Überschrift 2” usw. kennzeichnen.

Baue das Hauptkeyword möglichst weit vorne in der SEO-Überschrift ein. In den Unterüberschriften muss das Hauptkeyword nicht immer, aber dennoch vermehrt vorkommen.

Ob du zuerst die SEO-Überschrift formulierst und dann den SEO-Text schreibst oder umgekehrt, bleibt dir überlassen. Falls dir zunächst keine unwiderstehliche SEO-Überschrift einfällt, empfehle ich dir aus Zeitgründen erst einmal den Text zu schreiben – gute Ideen kommen meist zwischendrin.

Oder doch nicht?

Dann schauen Sie sich zunächst die SEO-Überschriften der Beiträge an, die zu deinem Keyword bereits auf den ersten Plätze bei Google gelistet sind. Was kannst du besser machen?

SEO-Überschriften – 5 Tricks, die Ihre Konkurrenz nicht kennt:
  1. Wecke Wünsche und Erwartungen. Gib' deinen Lesern ein Versprechen. Und halte dich dran. “Ciao Rückenprobleme – schmerzfrei ohne Medikamente”
  2. Kommuniziere einen Nutzen. Und noch besser: verdopple ihn. “Geld richtig sparen und reich werden.”
  3. Zahlen springen oft schneller ins Auge als Worte. Spielen Sie mit den 3, 5 oder 10 besten Tricks, Tipps oder Trips für den nächsten Sommerurlaub.
  4. Online-Leser lieben simple Anleitungen. Gerade, wenn es mal schnell gehen muss, kann “Schnitzel braten in 3 Schritten” genau das Richtige sein.
  5. Verwandle deine SEO-Überschrift in ein “Click Bait”, wenn es Zielgruppe und Inhalte zulassen. Köder' deine Leser mit einer reißerischen SEO-Überschrift, bei der man den Text einfach lesen muss. “Bill Gates: Endlich verrät er sein Geheimnis”
Nichts gewonnen ist mit SEO-Überschriften wie:

1. “Wanderschuhe für Jung und Alt – die 3 besten Modelle im Check”

2. “Amerika-Reise – interessante Orte ”

3. “Die 5 schnellsten Wege zum Traumauto”

Warum?

  • Beispiel 1 ist zu lang und wird in den Suchergebnissen nicht vollständig angezeigt:

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Mit dem Tool seomofo kannst du überprüfen, ob deine SEO-Überschrift die perfekte Länge besitzt.

  • Beispiel 2 “Amerika-Reise – interessante Orte” enthält kein Nutzenversprechen, sondern reine Informationen. Was hat der Leser von den Amerika-Trips? Außerdem ist man mit dem Adjektiv “interessant” selten gut beraten ...
  • Beispiel 3 ist kurz und prägnant und verspricht einen Nutzen. Allerdings steht das Hauptkeyword “Traumauto” an letzter Stelle. Platziere das Hauptkeyword möglichst weit vorne.

Wie wäre also stattdessen mit den folgenden SEO-Überschriften?
  1. “Wanderschuhe – mit diesen 3 Modellen gelingt das Abenteuer”
  2. “Amerika-Reise – 10 Orte, die Sie gesehen haben müssen”
  3. “Traumauto – mit diesem Trick gehört es Ihnen”

SEO-Fließtext richtig schreiben

Google gibt keine Vorgaben, wie lang ein SEO-Text sein muss. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass umfangreiche Artikel mit über 1.500 Wörtern am besten ranken.

Letztendlich steht das Bedürfnis von Lesern nach relevanten Informationen im Vordergrund. Informiere darum ruhig umfangreich, ohne dass du unnötig um ein Thema kreist.

Gerade bei längeren Texten wie Blogbeiträgen solltest du dem SEO-Text einen übersichtlichen Aufbau aus Unterüberschriften geben. Viele Leser scannen die Beiträge nur, um möglichst schnell eine Antwort zu finden. Oft werden nur die SEO-Überschriften überflogen, bis man eine interessante Passage entdeckt.

Umso wichtiger ist es, dass die SEO-Überschriften so präzise wie möglich formuliert sind, z. B. mit klaren Aussagen oder Fragen, die den Nerv des Lesers treffen.

Wenn du möchtest, fette außerdem die wichtigsten Keywords oder Passagen – so erschließt sich der Inhalt auch beim groben Überfliegen des Textes schnell.

Schreibe den SEO-Text ruhig in einem herunter, das Korrigieren geht in einem zweiten Durchlauf am besten.

Vergesse beim Einsatz der Keywords nicht, dass du letztendlich für Menschen schreibst – setze Keywords so ein, dass sie sich gut in den SEO-Text integrieren, ohne den Lesefluss zu stören.

Keyworddichte beachten

Bei den Haupt- und Nebenkeywords denkst du bestimmt: “Je mehr, desto besser”.

Richtig so! Man sollte das Hauptkeyword und die Nebenkeywords in ausreichender Zahl in den SEO-Überschriften und im Text einbauen – ohne jedoch zu übertreiben. Die Keyworddichte hilft dir dabei, ein gutes Maß zu finden. Sie zeigt an, wieviel Prozent aller Wörter eines Textes aus dem Hauptkeyword besteht. Experten streiten sich darüber, wie hoch die Keyworddichte in einem SEO-Text sein sollte. Ich halte mich an eine Keyworddichte im Bereich von 1 und 5 %.

Die Keyworddichte können Sie mit dem Tool seo-semantik messen. Einfach 1-4 Keywords eingeben, SEO-Text einfügen und los geht’s.

Interne Verlinkungen setzen

Du kannst den Mehrwert deiner Texte steigern, indem du auf andere Inhalte Ihrer Homepage aufmerksam machst. Mithilfe von “Internal Links” kannst du in deinen SEO-Texten hilfreiche Verbindungen schaffen, z. B. kann man in einem Blogbeitrag über das Thema "Umweltschutz in Privathaushalten" auf den besonders energieeffizienten Heizkessel im eigenen Produktportfolio hinweisen.

Auf diese Weise lenkst du den Leser durch deine Homepage mit dem Ziel, wichtige Antworten auf seine Fragen zu geben.

Wichtig bei Verlinkungen ist, welchen Ankertext du verwendest. Der Ankertext ist das Wort oder der Satz, der für die Verlinkung markiert wird. Im Ankertext muss ersichtlich werden, wohin du genau verlinken möchtest. Daher solltst du niemals Sätze wie “Hier erfährst du mehr” verwenden, sondern direkt mit dem Namen des Ziel oder noch besser: mit einem passenden Keyword.

Weiter unten werde ich noch auf die Bedeutung externer Verlinkungen kommen.

CTAs einbauen

Der beste Traffic und die längste Verweildauer bringen dir letztendlich nichts, wenn aus Besuchern keine potenziellen Leads werden. Setze in deinem SEO-Text bewusst CTAs (Call-to-Actions), in denen du den Besucher deiner Homepage zum Handeln aufforderst.

Oft ist ein CTA farblich und gestalterisch vom Rest des Textes hervorgehoben, z. B. durch einen Banner innerhalb des Fließtextes. Zwei Beispiele:

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Um den optimalen CTA in meinen SEO-Texten zu platzieren, stelle ich mir zuvor immer die 4 W-Fragen:

  • WER ist meine Zielgruppe? Schreibe ich für Führungskräfte im Vertrieb oder IT-Mitarbeiter?
  • WAS möchte ich meiner Zielgruppe anbieten? Zu welcher Handlung möchte ich meine Zielgruppe bewegen? Soll sie den wöchentlichen Info-Newsletter mit den neuesten Angeboten abonnieren? Ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren? Das Rabatt- oder Schnupperangebot annehmen?
  • WIE soll der CTA für meine Zielgruppe aussehen? Wie soll er formuliert werden?
  • WO soll der CTA platziert werden, um seine Wirkung zu entfalten?
    In Blogbeiträgen bietet sich ein CTA im Text oder am Ende des Beitrags an.

Ein Beispiel: Ein Hersteller von Staubsaugerbeuteln schreibt einen Blogbeitrag über die Merkmale funktionsfähiger Staubsauger. Natürlich wird dieser die Chance nutzen und durch einen CTA auf die Bedeutung hochqualitativer Beutel der eigenen Marke hinweisen.

Zwischenräume lassen

Du hast den Löwenanteil geschafft – Glückwunsch! Ab hier geht es vor allem darum, dass dein SEO-Text noch attraktiver wird. Eine grundsätzlicher Tipp:

Lasse viel Raum in deinen Texten.

Sorge für einen ausreichenden Zeichenabstand und vermeide lange Textblöcke.

Arbeite stattdessen mit Abschnitten von nicht mehr als 3-4 Sätzen pro Absatz.

Ein aufgelockertes Schriftbild bringt grandiose Inhalte erst richtig zum Vorschein und hält den Leser bei der Stange. Denn gerade auf Mobilgeräten wirken lange Absätze eher abschreckend.

Texte im Internet werden anders gelesen als etwa ein gedrucktes Buch. Hier hangeln sich Leser lieber von Satz zu Satz, als von Textwand zu Textwand. Während man ein Buch gerne mal bewusst über mehrere Stunden liest, nimmt man sich das bei einem SEO-Text eher seltener vor.

Verpacke deinen Inhalt also so, dass man die Informationen schnell und leicht aufnehmen kann.

Meta-Description formulieren

Gerade für Blogeinträge oder Produktbeschreibungen solltest du eine eigene Meta-Description formulieren – sonst macht es Google automatisch und das ist häufig nicht zufriedenstellend.

Eine Meta-Description ist ein kurzer Beschreibungstext von maximal 156 Zeichen, der im HTML-Dokument deiner Seite eingepflegt wird und unter der SEO-Überschrift deines Suchergebnisses erscheint. 

Die Meta-Description verbessert zwar das Ranking deines SEO-Textes nicht direkt, allerdings solltest du die Wirkung dieser zwei Zeilen nicht unterschätzen. Eine gut formulierte Meta-Beschreibung erhöht die Klickrate (CTR) auf deine Suchergebnisse. Die CTR ist vermutlich auch ein Faktor des Googe-Algorithmus.

Nutze so die Chance, um Besucher auf deine Seite zu locken! Du wirst es am Traffic deiner Webseite merken.

Tipp: Binde auch in die Meta-Beschreibung deine Schlüsselwörter ein. Diese werden dann nämlich dickgedruckt in der Beschreibung angezeigt und erhöhen somit die Chance auf weitere Klicks.

4. Schritt: Korrekturlesen von SEO-Texten

Nachdem du den SEO-Text heruntergeschrieben hast, solltest du ihn im zweiten Durchlauf noch einmal korrigieren. Folgende Fragen können Ihnen eine Hilfe sein:

  • Sind alle relevanten Keywords untergebracht?
  • Macht die SEO-Überschrift “Hunger auf mehr”?
  • Finde ich einen “roten Faden” im SEO-Text?
  • Stimmt die Rechtschreibung inkl. Kommasetzung?
  • Lassen sich noch Formulierungs- oder Ausdrucksfehler finden?
  • Gibt es unnötige Wiederholungen?
  • Stimmen alle Angaben?

Ich finde es immer ganz hilfreich, wenn man zwischen dem Schreiben des Entwurfs und der Korrektur 1-2 Tage vergehen lässt. Auf diese Weise gewinnt man genug Abstand zum Text, um Fehler besser auszumachen.

5. Schritt: Page Authority steigern

Dein SEO-Text ist nun fertig geschrieben. Du kannst jetzt warten und hoffen, dass dein grandioser Inhalt von alleine auf der ersten Seite der Google-Suchmaschine erscheint. Oder du gehst die Sache aktiv an. Du hast dir ja schließlich nicht die ganze Mühe umsonst gemacht.

Sorge also dafür, dass dein SEO-Text von möglichst vielen Menschen gesehen wird.

Nur wie?

Eine entscheidende Rolle spielt die Autorität einer Website, engl. Authority.

Eine Seite mit hoher Autorität zeichnet sich darin aus, dass Sie einer wachsenden Gruppe von Lesern einzigartigen und relevanten Inhalt liefert.

Und bessere Chancen hat, für ein bestimmtes Keyword ganz weit oben in den Suchergebnissen gelistet zu werden.

Die Authority der eigenen (Unter-)Seite kannst du mit dem MOZ Open Site Explorer überprüfen. Wenn du dir das Ergebnis genau anschaust, wirst du schnell merken, dass es bei der Authority auf die sogenannten external Links ankommt.

Externe Links (oder Backlinks) sind thematische Verbindungen, die von einer anderen Seite zu deiner eigenen Homepage erstellt werden.

Link-Buildung bei SEO-Texten – so geht’s:

Je mehr externe Seiten auf deine Inhalte verweisen, desto größer wird die Autorität deiner Unterseite (“Page Authority”) oder sogar die Autorität deiner ganzen Domain (“Domain Authority).

Dabei ist Link nicht gleich Link. Denn es geht nicht nur um die Masse, sondern auch um die Qualität. Folgende Kriterien spielen dabei eine wichtige Rolle:

  • Autorität einer Seite, die auf meine Inhalte verlinkt
  • Die inhaltliche Nähe zwischen der verlinkenden und meiner Seite (gleiche Branche, Berufsfeld)
  • Position auf der Homepage, auf der verlinkt wurde, z. B. Kopfbereich/ Header, Hauptteil oder Fußbereich/Footer. Der Hauptteil ist für den Leser relevanter als der Footer – ein Link in diesem Bereich ist demnach mehr wert.

Wie erhält man Links? 3 Tipps

Wie die Profis neue Kunden durch Link-Building erreichen? Gerade, wenn deine Seite noch eine sehr geringe Autorität hat, helfen dir die folgenden Tipps weiter:

Tipp #1: SEO-Texte schreiben, schreiben, schreiben

Schreibe nicht nur einmal, sondern regelmäßig SEO-optimierterte Texte über die heißen Eisen in Ihrer Branche, z. B. in Form von Blogbeiträgen. Je mehr relevante Inhalte Sie bringen, desto besser.

Tipp #2: Influencer finden & Kontakt aufnehmen

Frage dich zunächst, welcher Inhalt es wert ist, von anderen verlinkt zu werden?

Suche sogenannte Influencer. Das sind Personen, die mit deinen Inhalten im Web bereits Einfluss auf die Branche nehmen.

Das Tool followerwonk hilft dabei, diese Influencer zu finden. Gebe dazu auf der Seite oben links ein Stichwort zu deiner Branche ein. Du erhälst dann eine ganze Liste an Influencern auf Twitter mit der Anzahl der Follower und Beiträgen der jeweiligen Person.

Unter “more options” kannst du deine Suche eingrenzen, also z. B. unter “Location” nur “Germany” eintragen oder gleich eine bestimmte URL eingeben, um Influencer zu finden, die vielleicht bereits mit Konkurrenten zusammenarbeiten.

Wenn du passende Influencer gefunden hast, solltest du ein wenig Vorarbeit leisten. Hole weitere Informationen zu der Person ein. Mit welchen Problemen und Themen setzt sich diese auseinander? Im besten Fall kannst du eine passende Lösung anbieten.

Schreibe Influencer daher nie plump mit “Bitte verlink' mal auf meine Homepage, ich verlinke im Gegenzug zurück” an.

Wie wäre es mit: “Ich habe deinen Blogbeitrag zum Thema ,Pflegehilfsmittel’ mit Spannung gelesen – endlich ein Beitrag, der Angehörigen einen Überblick zu allen verfügbaren Materialien gibt. Wusstest du, dass wir einen Weg gefunden haben, Pflegehilfsmittel noch einfacher zu bestellen?”

Ein guter Einstieg könnte auch eine Verlinkung der Zielseite in einem Ihrer SEO-Texte sein. Überlege dir, wo du passende Verlinkungen einbauen könntest.

Tipp #3: Influencer rund um Universitäten gewinnen

Webseiten von Universitäten haben eine besonders hohe Page und Domain Authority. Umso wertvoller sind die Links, die du von diesen Seiten erhälst.

Auch hier sind hochwertige und lösungsorientierte Inhalte der beste Weg, um mit einem Link z. B. auf Universitäts-Blogs von Studenten oder auf Forschungsseiten vertreten zu sein.

Recherchiere nach relevanten Personen und nehme Kontakt auf. Nicht immer wirst du sofort eine Antwort erhalten. Bleibe dran. Hier ist oft viel Geduld gefragt.

Page Authority durch Bilder-SEO und Video-SEO steigern

Multimediale Inhalte verbessern darüber hinaus die Chance, über Google gefunden zu werden.

Neben der Erstellung von SEO-Texten kannst du deinen Webseiten-Traffic auch durch Bilder-SEO steigern. Bilder werten Ihren suchmaschinenoptimierten Text nicht nur optisch auf, sondern verbessern auch die Autorität deiner Webseite. Mit den richtigen Vorgehensweise werden Sie außerdem in der Bilder-Suche von Google gefunden.

Im Beitrag Bilder-SEO: Die 10 besten Tipps erfährst du alles, was du wissen musst, um erfolgreich in der Google-Bildersuche gerankt zu werden.

Du steigerst die Autorität deiner Homepage nicht nur durch tolle SEO-Texte und Bilder, sondern auch durch starke Videos. Erfahre hier, wie du Videos so einbindest, dass deine Webseite besser rankt.

SEO-Texte schreiben – ein Fazit

SEO-Texten ist für jeden erlern- und umsetzbar, der eine Reihe grundsätzlicher Regeln beachtet. Der wesentliche Unterschied zu klassischen Texten sind die Keywords (Haupt- und Nebenkeywords). Sie geben den Ton an, in welche Richtung sich der SEO-Text bewegen soll.

Je erfolgreicher man die Keywords in den SEO-Überschriften und Fließtexten integriert und je relevanter deine Inhalte sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, von mehr Menschen über Google gefunden zu werden. Multimediale Pages werden beim Google Ranking belohnt. Baue also Bilder und Videos in deine Seite ein.

Mit dem Schreiben des SEO-optimierten Textes ist die Arbeit noch nicht ganz erledigt. Inhalte sind noch erfolgreicher, wenn sie auch aktiv verbreitet werden. Suche Influencer (Universitäten, Blogger oder Institute) in deinwr Branche, die auf deine Inhalte durch Links verweisen.

Je mehr Links du von Quellen mit hoher Seiten-Autorität erhälst, desto mehr Autorität wird auch deine Homepage erhalten und desto erfolgreicher werden schließlich auch deine SEO-Text performen.

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