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Mitarbeitermotivation: 25 Tipps und Beispiele, die effektiv wirken

  • Sandra Würdig
  • 29. November 2017
Mitarbeiter zu motivieren und zu führen muss eine der Kernkompetenzen als Teamleader sein. Doch oft scheitern Vorgesetzte an dieser Aufgabe. Auch ich selbst muss derzeit lernen, was funktioniert und was nicht. In diesem Beitrag finden Sie meine besten Tipps und mehr als 25 praktische Beispiele, ausprobiert am “lebenden Objekt” – unserem Team.

Sind Sie Häuptling oder Indianer? Löwe oder Antilope? Oder besser: Was möchten Sie sein? Voran zu gehen erfordert Mut, aber auch Charisma. Schließlich muss man es auch aushalten, Verantwortung zu übernehmen.

Und genau an diesem Punkt sind wir gerade mit unserer Agentur. Im vergangenen Jahr sind wir personell förmlich explodiert. Und klar: Wir lieben flache bzw. null Hierarchien.

Trotzdem stellt sich das Team neu auf: Wer wächst, kann das nicht ohne Strukturen. Also haben wir – habe ich – das Thema Teamführung auf der Agenda.  Ein guter Leader of the Pack weiß, dass ohne die Motivation der Leute nichts funktioniert.

Was wir dabei alle zusammen herausgefunden haben, was unsere Mitarbeiter motiviert und glücklich macht, möchte ich mit allen teilen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Selbstverständlich haben wir dabei das Rad nicht neu erfunden. Viele Tipps haben Sie sicher schon mal gehört oder Sie wenden Sie gar an.  Dann Glückwunsch!

Doch manchmal muss man es einfach nochmal gesagt bekommen. Zu schnell schleicht sich im Alltag ein Motivationsloch ein. Ich bin mir zudem sicher: Auch für Sie ist noch was Neues dabei...Diese Tipps helfen Ihnen wirklich, die Mitarbeitermotivation zu steigern. Einfach, schnell, sogar auch ohne Geld.

Tipp 1: Lob – Mitarbeiter motivieren ohne Geld

Schnell und kostenlos: Loben vor versammelter Mannschaft. Dieser Tipp kostet Sie keinen Cent und ist trotzdem ein starker Multiplikator für den unternehmerischen Erfolg.

Wenn eine Leistung öffentlich gewürdigt wird, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie verpassen Ihrem Mitarbeiter einen mächtigen Motivationsschub (wenn man jemanden in größerer Runde lobt ist es nachhaltiger als nur im Mitarbeitergespräch, denn es haftet im kollektiven Gedächtnis) und Sie motivieren gleichzeitig das komplette anwesende Team.

Denn jeder möchte gern der nächste sein, der von Chef oder Chefin für seine Leistungen Lob erhält.

Beispiele: Es kann im regelmäßigen Team-Meeting zum festen Ritual werden. Schon im Vorfeld macht man sich Gedanken darüber, wer besondere Anerkennung verdient hat.

Wissen Sie es nicht im Detail, dann holen Sie sich Rat bei Ihren Abteilungsleitern, Projektmanagern, Stellvertretern usw.

Und wenn Sie mal einen Lob-Rundum-Schlag planen, probieren Sie die “Warme Dusche” aus. An nicht einsehbarer Stelle werden für ca. 3 Tage Zettel mit den Namen der Mitarbeiter hinterlegt, auf die dann jeder Kollege (und auch gern der Chef!) anonym lobende Worte hinterlassen kann.

Ausschließlich positive Kommentare sind erlaubt! Und wenn es nur “Ich mag Dein freundliches Lächeln” ist – alles zählt. Werden Sie zum Warmduscher, das wirkt Wunder!  

Tipp 2: Offene Kommunikation und transparente Entscheidungen

Wir reden im Job eine Menge, doch immer wieder ist Kommunikation ein riesiges Problem, welches zu Missverständnissen führt. Deshalb: Pflegen Sie die offene Kommunikation, treffen Sie klare Aussagen und formulieren Sie exakt.

Beziehen Sie möglichst mehrere Menschen in Ihre Entscheidungen mit ein, die über entsprechendes Knowhow verfügen. Machen Sie Entscheidungen transparent.

Denn falsche Kommunikation führt nicht nur zu Missverständnissen zwischen Teammitgliedern; ganz schwierig wird es, wenn dadurch ein Projekt vor den Baum gefahren wird – einfach, weil man total aneinander vorbeigeredet hat. Die Frustration ist groß, die Motivation im Keller.

Beispiel: Führen Sie regelmäßige Meetings in großer Runde ein, um Ihr Team über die wichtigsten Entscheidungen zu informieren. Bei Pinetco heißt es mittwochs Meet & Meal: Es gibt Updates zu den aktuellen Projekten, zur Sales Pipeline oder zu Internas. Hier werden alle zu den wichtigsten Ereignissen abgeholt.

Aber: Nicht alle Mitarbeiter müssen über alles im Detail informiert sein. Setzen Sie ein Zeitlimit und definieren Sie, ob wirklich jeder wissen muss, wo Kunde XY derzeit im Sales-Prozess steht.

Tipp 3: Der Arbeit einen Sinn geben, um Mitarbeiter zu führen

Warum stehen Sie jeden Morgen auf? Was treibt Sie an? Sie wissen es bei sich selbst genau. Wissen Sie es bei Ihren Mitarbeitern auch? Nein? Sollten Sie aber.

Denn: Wer weiß, wofür er den Job macht, der wird auch die richtige Motivation dafür finden. Geben Sie also der Arbeit einen Sinn. Es ist nicht wichtig, WIE wir heute arbeiten, sondern WARUM wir das tun, was wir tun. Wenn der Mensch eine wahre Leidenschaft für seinen Beruf entwickelt, dann wird er in kein Motivationsloch fallen.  

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Beispiel: Fragen Sie Ihre Angestellten, was Ihr großer Traum ist. Großes Denken ist ausdrücklich erwünscht! Und wenn das Ziel der Ferrari ist, dann nehmen Sie das ernst. Schmieden Sie mit Ihrem Mitarbeiter einen Masterplan, wie er seinem Traum ein Stück näher kommt.

Welche Schritte muss er konkret unternehmen, was muss er lernen, um für Ihr Unternehmen wertvoller zu werden? Damit eröffnen Sie ihm (oder ihr) die Chance auf ein steigendes Gehalt, binden ihn oder sie jedoch gleichzeitig als spezialisierten Mitarbeiter, so dass das Invest in Wissen nicht verloren geht.

Wer sich verstanden und mitgenommen fühlt, will seinen Traum in genau IHREM Unternehmen erreichen – und gibt entsprechend Gas. So geht Mitarbeitermotivation!

Tipp 4: Mitarbeiterführung – der Chef als gutes Vorbild

Wer seine Mitarbeiter motivieren will, darf eines nicht sein: ein schlechtes Vorbild. Gehen Sie als Chef oder Führungskraft mit gutem Beispiel voran, das entzieht den Nörglern schon einmal die Basis.

Der Mensch lernt viel durch Nachahmung (siehe auch Sozialkognitive Lerntheorie), sich als abgehobener Vorgesetzter zu präsentieren, für den die Regeln des guten Teamworks nicht gelten, macht Sie erstens unbeliebt und zweitens untergräbt es die Motivation. Ganz nach dem Motto “Wenn der Chef es nicht macht, warum sollte ich dann…?”

Beispiel: Wer selbst nur Dienst nach Vorschrift macht, von den Angestellten allerdings permanent Überstunden erwartet, ist kein guter Motivator. Seien Sie pünktlich und vorbereitet, denn nichts anderes erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern.

Damit zollen Sie Ihnen Respekt, was sich definitiv positiv auf die Moral und die Effektivität auswirkt.

Tipp 5: Nichts motiviert mehr als Vertrauen

Vertrauen ist die Basis einer jeden funktionierenden Beziehung – auch zwischen Chef und Mitarbeiter. Ist Ihnen sicherlich bekannt. Wer permanent unter Druck – sprich Kontrolle – steht, wird unsicher, unmotiviert, uneffektiv.

Wie schaffe ich eine vertrauensvolle Beziehung? Entfesseln Sie die Menschen. Vertrauen wird erlernt. Wer im Leben oft enttäuscht wurde, der wird misstrauisch.

Aussagen wie “Das haben wir schon immer so gemacht” sind kontraproduktiv. Lassen Sie Ihren Leuten Luft zum Atmen und die Freiheit, den eigenen Weg zu finden, um das bestmögliche Ergebnis zu liefern.

Wer vertraut, reduziert seinen eigenen Workload: Sie müssen nicht jeden Schritt als Vorgesetzter überprüfen. Welche starren Kontrollinstanzen sind sinnlos? Was hält Ihre Mitarbeiter vom effektiven Workflow ab? Es gehört dringend abgeschafft.

Sie als Chef können gar nicht über jedes Detail informiert sein. Vertrauen reduziert die Komplexität, erleichtert Ihnen Ihren eh’ schon vollgepackten Tag und vor allem – es spiegelt Vertrauen zurück!

Beispiel: Betrachten Sie immer das Ergebnis und kontrollieren Sie nicht jeden Zwischenschritt. Hilfreich ist die Frage an den Mitarbeiter: Bist Du mit dem Resultat zu 100% zufrieden? Hast Du noch Zweifel, dann frage mich gern oder auch Deine Kollegen um Rat (Sie haben auch Vertrauen in Ihr kompletten Team!).

Tipp 6: Groß denken und persönliche Ziele entwickeln: KPIs, OKRs

Jeder kennt Ziele, jeder verfehlt Ziele. Braucht man diese dann also? Ja, aber die Form ist ganz entscheidend! Übergestülpte Ziele (Lassen Sie uns ehrlich sein: Das sind Vorgaben!) braucht keiner und erfüllt auch keiner.

Was ist also die Alternative? Sind es KPIs, an denen man gemessen wird? Also konkrete Kennzahlen, die man erreichen muss.

Sind es – weiter gedacht – OKRs (Objectives and Key Results)? Das kann eine gute Lösung sein. OKRs (wie es geht macht Google in diesem Video vor) helfen, groß zu denken – siehe auch Tipp 3 – und gleichzeitig seinen Platz im Unternehmen zu finden. Sie machen jeden Mitarbeiter zum wichtigen motivierten Puzzleteil des Erfolges.

Beispiel: Find your mission! Als Unternehmer oder Gründer ist man immer auch ein Visionär. Erarbeiten Sie MIT Ihren Mitarbeitern die Mission, das Ziel Ihrer gemeinsamen Reise:

Wo steht die Firma in einem Jahr, wo in fünf Jahren? Wer kann wie zum Erfolg beitragen? Welche Meilensteine braucht die Mannschaft, um die Mission mit Bravour zu bewältigen?

Hier geht es um ambitionierte Ziele, und OKRs können als Challenge die Effektivität der Mitarbeiter enorm erhöhen. Ist übrigens auch gut für den unternehmerischen Erfolg…

Tipp 7: Fehlerkultur hilft stark bei der Motivation

Da wir gerade von hohen Zielen sprechen: Eine etablierte Fehlerkultur gehört heute zu jedem guten Unternehmen. Fehler müssen erlaubt sein.

Angst davor, etwas falsch zu machen, hemmt Kreativität und führt zu Verunsicherung. Sie wissen schon “Wer nichts macht, macht auch keine Fehler”.

Es braucht Raum für Trial and Error. Es gibt unzählige Bücher zu diesem Thema, in der Essenz geht es darum, dass die komplexen Probleme unserer heutigen Arbeitswelt nicht immer eindeutige Lösungen haben. Und diese Lösungen auch nicht von Dauer sein müssen.

Beispiel: Ihr Vertrieb hat einen neuen Kunden an der Angel. Man lernt sich kennen, ist scheinbar überzeugt voneinander. Man investiert Zeit und Geld in die Geschäftsanbahnung. Das Angebot geht raus.

Und dann passiert – gar nichts. Der potentielle Kunde springt ab. Auf Nachfrage stellt sich heraus, dass ein Kommunikationsfehler Ihres Mitarbeiters zu dieser Entscheidung geführt hat. Feuern ist wahrscheinlich die häufigste Reaktion.

Doch oft lohnt die Mühe, mit dem Mitarbeiter zu analysieren, wo es genau gehakt hat. Braucht der Angestellte mehr Wissen oder mehr Erfahrung? Geben Sie ihm eine zweite Chance, wird er alles daran setzen, das nicht zu vergeigen!

Tipp 8: Mitarbeiter motivieren durch faires Gehalt

Ganz klar, von schönen Worten allein kann man nicht leben. Ein faires Gehalt ist eines der schlagkräftigsten Argumente, um die Mitarbeitermotivation zu erhöhen. Aber der Effekt verpufft auch schnell.

Was aber ist ein angemessenes Gehalt? Gerade für Gründer oder junge Unternehmer ist das schwer einzuschätzen. Überlegen Sie deshalb: Wie groß und dringend das Problem ist, welches die Person lösen kann? Welchen Mehrwert hat dies für das Unternehmen?

Sie werden auf Dauer niemanden halten können, der immer knappsen muss; Sie brauchen allerdings auch keine Löhne zahlen, die Ihren Liquiditätsplan Monat für Monat strapazieren. Denn wie gesagt: Das Gehalt ist EIN Baustein zur Mitarbeitermotivation neben vielen anderen.

Beispiel: Im Mitarbeitergespräch kann die Frage nach eine Lohnerhöhung durchaus auch vom Chef angesprochen werden. Viele Menschen trauen sich nicht, mehr Gehalt zu fordern.

Lehnen Sie sich dann nicht bequem zurück und harren Sie der Dinge. Motivierte Mitarbeiter sind die Basis des Geschäftserfolgs. Lassen Sie Ihre Leute am Erfolg auch finanziell partizipieren.

Tipp 9: Erfolge feiern und damit das Team motivieren

“Nicht geschimpft ist gelobt genug”. Altes Schwabensprichwort – kennen Sie das? Es ist schlicht Blödsinn.

Erfolge gilt es zu feiern! Auch kleine. Jeder weiß, wie gut es sich anfühlt, einen Meilenstein oder auch nur persönlich wichtigen Schritt gemeistert zu haben. Bestärken Sie das Team, indem Sie solche Dinge anerkennen und die Freude darüber teilen.

Feiern bedeutet dabei nicht, dass immer eine rauschende Party folgen muss. Auf einen Erfolg anzustoßen – auch gern nur mit Kaffee (siehe Tipp 14!) –, das Erreichte kurz Revue passieren zu lassen und den Augenblick zu genießen, ist eine essentielle Voraussetzung, um motiviert an neue Aufgaben zu gehen.

Andererseits heißt es auch, Misserfolge zu analysieren. Jedes Scheitern hinterlässt einen Lerneffekt, der allen beim nächsten Mal hilft, mit mehr Wissen an eine Herausforderung zu gehen.

Beispiele: Den Abschluss eines erfolgreichen Praktikums feiern wir bei Pinetco mit einem eigens kreierten Orden für den Praktikanten. Wetten, dass sich den jeder aufhebt?

Eine spontane Pizza-Runde als Dank für ein erfolgreiches Projekt kostet nicht die Welt, wird aber als Geste hoch geschätzt.

Wenn um die großen Feste geht, dann stets im Hinterkopf behalten: In erster Linie feiert sich das Unternehmen selbst, deshalb muss es eine Feier sein, die zu Ihnen passt und bei der sich das Team wohlfühlt. Es ist nicht notwendig, das feinste Restaurant zu buchen, wenn die Mehrzahl der Mitarbeiter viel lieber im Burgergrill isst.

Tipp 10: Intrinsische Motivation durch Zeit zum Lernen schaffen

Extrem wichtig, trotzdem oft vernachlässigt: Zeit zum Lernen schaffen. Neugier und Lust auf Wissen, das ist von klein auf in den Menschen angelegt. Weil es Freude macht, Sinn stiftet und die Zufriedenheit erhöht.

Ein Kind hat den natürlichen Drang, die ganze Welt kennenzulernen. Es lernt ja auch nicht nur acht Stunden am Tag, sondern saugt Wissen auf, wo es nur geht.

Damit sind wir beim intrinsischen Lernen, also dem von innen heraus kommenden Antrieb. Und genau diesen Nerv gilt es, auch bei Ihren Mitarbeitern zu aktivieren. Wer von sich aus lernt oder sich weiterbildet, der tut es aus Überzeugung.

Fazit: Die Wissensaneignung wird effektiver. Ähnlich den in Punkt 6 erwähnten Zielen darf Lernen nicht zur nervigen Pflicht werden, sondern Teil des Alltags. Es wird eine intrinsische Motivation erzeugt.

Dafür benötigt man jedoch Ressourcen, nämlich Zeit und die Unterstützung des Chefs. Die Studie “Gebrauchsanweisung für lebenslanges Lernen” der Vodafone-Stiftung fand beispielsweise heraus:

“Basiert die Lernbereitschaft hauptsächlich auf Lernen aus Freude, geht damit ein höheres Durchhaltevermögen einher”.

Wer also einmal, das Konzept des lebenslangen, intrinsischen Lernens verinnerlicht hat, bei dem wird es nie wieder an Motivation fehlen.

Beispiel: Definieren Sie eine gewisse Zeit im Monat, die für lernwillige Teammitglieder ausschließlich der Fortbildung dient. Die Inhalte sollten selbstverständlich zum Unternehmen passen.

Nein, Sie müssen keine teuren Seminare buchen (können Sie natürlich auch), im Internet finden Sie aber zu unzähligen Fachbereichen kostenlose Informationen. Hilfreich sind oft Videos, denn nicht immer haben wir im stressigen Beruf noch die Möglichkeit, komplexe Sachverhalte ausgiebig zu studieren.

Wichtig: Lernzeit ist zwar Arbeit, wenn Sie Ihre Angestellten allerdings so wie von diesen gewünscht bei der Wissensaneignung unterstützen, werden sie auch über die Arbeitszeit hinaus lernen. Durch intrinsische Motivation.

Tipp 11: Auf Cultural Fit achten, von Anfang an

Fragen Sie sich bei jedem Vorstellungsgespräch bereits: Passt dieser Mensch in meine Firma? Will ich mit ihm den Großteil meines Tages verbringen? Und das müssen Sie.

Setzen Sie also im Bewerbungsprozess auf das sogenannte Cultural Fit. Damit wird die kulturelle, menschliche Komponente beschrieben, die man nicht hoch genug bewerten kann.

Wie kann sich der Bewerber ins Team integrieren? Vertritt er dieselben Werte wie die Kollegen? Hat er die gewünschten Eigenschaften, die die Belegschaft schätzt? Wenn Sie Ihren Mitarbeitern hier ein “faules Ei” unterjubeln, ist das ein Motivationskiller. Sinnvoll ist, wichtige kulturelle Skills schon in der Stellenanzeige aufzuführen.

Beispiel: Stellen Sie sich eine entscheidende Frage: Kann ich mir vorstellen, mit diesem Menschen, eine achtstündige Autofahrt durchzuhalten – und mich dabei keine Minute unbehaglich zu fühlen?

Tipp 12: Flexible Arbeitszeiten, Work Life Balance, Work Life Blend sind ein Muss

Einen Job mit starren Zeitvorgaben will heute kaum jemand. Die weltweite Digitalisierung erfordert zwingend ein Umdenken, wie wir in Zukunft arbeiten werden (mehr dazu auch in diesem Beitrag  “7 Arbeitszeitmodelle der Zukunft, die Ihrem Unternehmen Gewinn bringen  – und Mitarbeiter glücklich machen!”).

Dies ist einer der wichtigsten Motivationsanreize: Auf Knopfdruck produktiv und kreativ sein zu müssen, geht in den wenigsten Fällen gut. Das ist wie mit dem Lachen. Man zwingt den Menschen zu etwas, was seinem inneren Antrieb zuwider ist.

Schenken Sie ihm Freiräume zum Denken und zum Handeln! Weg mit dem starren Blick auf die Uhr! Schluss auch mit der Anwesenheitspflicht im Büro!

Flexible Arbeitszeiten und Home Office werden immer wichtiger, vor allem im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder für die Pflege von Angehörigen. Unternehmen können es sich einfach nicht leisten, kluge Köpfe zu verlieren, nur um auf dem 8-Stunden-Tag oder der Anwesenheitspflicht zu beharren.

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Quelle: www.t3n.de

Für die Generation der Millennials ist dabei die Work Life Balance kein Bonus mehr, sondern Voraussetzung, um sich überhaupt in Ihrem Unternehmen zu bewerben.

Und es geht sogar noch einen Schritt weiter: Die Work Life Balance wird heute zur Work Life Blend. Arbeit und Privates werden nicht mehr strikt getrennt, alles geht ineinander über, weil man selbst entscheidet, was wann wie gemacht wird.

Beispiele: Sie glauben, Teilzeit funktioniert in Ihrem Team nicht, weil die Aufgaben zu umfassend sind? Jobsharing ist ein Modell, um den Workflow einer Vollzeitstelle zu bewältigen, aber trotzdem den Wunsch nach reduzierter Arbeitszeit zu ermöglichen.

Zwei Mitarbeiter teilen sich eine Stelle. Und die Ergebnisse können sogar noch effizienter sein, weil man sich in gewissen Bereichen spezialisieren kann und die Denkleistung von zwei Gehirnen nun einfach doppelt so hoch ist wie von einem…

Ein weiterer Tipp: Legen Sie Meetings in die Vormittagsstunden. Erstens sind wir Menschen dann auf unserem Leistungshoch des Tages und zweitens können auch alle Mitarbeiter teilnehmen, die am Nachmittag früher gehen müssen. Somit entsteht auch kein Verlust beim Wissenstransfer.

Und drittens: Mit den richtigen Tools ist die Arbeit im Home Office kein Problem. Bei Pinetco sind wir via Slack im ständigen Austausch miteinander – ganz egal, ob jemand in Boston auf einer Konferenz ist, in Berlin beim Kundenmeeting oder im Wohnzimmer in Wuppertal.    

Tipp 13: Unternehmerisch denken und Mitarbeiter dadurch motivieren

Jetzt wird es herausfordernd. Denn nun sind Sie als Vorgesetzte gefragt: Was sind Sie bereit, von Ihrer Macht abzugeben? Würden Sie teilen, um Ihre Mannschaft zu motivieren? Genau darum geht es, wenn Sie Ihren Mitarbeitern beibringen möchten, wie ein Unternehmer zu denken.

Erfolgreiche Unternehmer setzen Vertrauen in das Team und delegieren Verantwortung. Weil sie wissen, dass dieses Vertrauen zurückkommt und mit starker Performance belohnt wird.

Wer als Mitarbeiter im Sinne des Unternehmens denkt und handelt, wird

  1. a) zum Besten seiner Firma agieren (weil es auch sein Bestes ist!) und
  2. b) damit automatisch zum Erfolg Ihres Betriebes beitragen.

Was bedeutet unternehmerisch denken und wie setzen Sie das um? Ziemlich einfach: Sie nehmen Ihre Leute mit in Ihre Denkwelt. Steht in Ihrem mittelständischen Unternehmen beispielsweise das Thema Digitalisierung ganz oben?

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Erklären Sie, was Ihre täglichen Aufgaben sind und warum Sie diese wie lösen. Statt nur Anweisungen als Big Boss zu geben, werden Sie transparent, logisch und gerecht in Ihren Entscheidungen.

Beispiele: Prüfen Sie, was wirklich Sie entscheiden müssen und wo Sie Ihr Team besser einbeziehen sollten!

Ist eine neue Software geplant? Holen Sie sich die Meinung der Leute, die damit arbeiten müssen und drücken Sie Ihnen nicht einfach das Günstigste, aber Unsinnigste auf. Am Ende spart das Frust und Geld.

Auch bei der Einstellung eines neuen Mitarbeiters lässt sich unternehmerisches Denken üben. Nehmen Sie einen Auszubildenden mit ins Bewerbungsgespräch, um ihn von Unternehmerseite mit dem Recruitingprozess vertraut zu machen.

Und lassen Sie ihn dort auch zu Wort kommen. Er wird hochmotiviert sein, weil er Ihr Vertrauen in sein Urteil wertschätzt.  

Tipp 14: Guter Kaffee macht einfach glücklich

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Eine GUTE Kaffeemaschine ist das Must Have in einem Unternehmen: Ob Büro, Maschinenhalle oder Laden – die Menschen lieben frisch gebrühten Kaffee!

Das Getränk sorgt übrigens nicht nur mit seinem Koffein für Power im Kopf, sondern enthält auch viele Antioxidantien, die dem Körper zuträglich sind.

Apropos gesund und fit: Süß- und Knabberkram ist unheimlich beliebt auf der Arbeit. Ersetzen Sie das besser durch frisches Obst und Müsli. Kostet auch nicht viel mehr, wenn man auf saisonale Produkte setzt.

Beispiel: Zweimal pro Woche werden die Pinetcorianer mit einem frischen, prall gefüllten Obstkorb beglückt. Empfehlenswert ist das besonders, wenn das Obst regional von Bauernläden oder auch Biomärkten kommt.

Und wir lieben unseren Kaffeevollautomat! Viele kreative Problemlösungen nehmen hier ihren Anfang, wenn man mit den Kollegen locker ins Gespräch kommt.

Aber, sorry, auch wir sind halt “Sünder”: Beim Meet & Meal gibt es Pasta und Pizza. Liebe geht eben durch den Magen – auch die zum Chef, der das sponsert...

Tipp 15: Selbstbewusstsein stärken, ganz einfach

Um die Mitarbeitermotivation zu steigern, braucht es Leute, die auch wissen, dass sie eine wichtige Rolle in der Firma spielen. Wird man klein gehalten, arbeitet man auch wie ein kleines Licht.

Für Unternehmer heißt das: Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihrer Mitarbeiter! Wie schafft man das?

  1. Durch Vermittlung von Wissen, welches die Kraft in die eigenen fachlichen Fähigkeiten potenziert.
  2. Durch Erfahrung, sowohl im Job als auch im Leben allgemein, um auf Herausforderungen konstruktiv zu reagieren.
  3. Durch Freimachen von zu hohen Erwartungshaltungen an sich selbst und der Reflexion auf seine Talente.

Beispiel: Selbstbewusstsein kann man lernen. Manchmal hilft ein kleiner Schubs, um die innere Stärke zu erkennen. Das kostet das Unternehmen keinen Cent, sondern nur den Mut, Menschen zu entwickeln.

Halten Sie Fachwissen nicht zurück, sondern füttern Sie Ihr Team mit allen wichtigen Informationen. Erkennen Sie besondere Talente in den einzelnen Menschen, die gezielt angesprochen und verstärkt werden.

Vielleicht kann jemand nicht so gut vor einer großen Runde sprechen, dafür aber im Hintergrund perfekt Protokoll führen? Nehmen Sie ihn oder sie mit in viele Meetings, um die fachliche Expertise und zugleich Vortragstechniken zu schulen. Schon bald wird die Scheu nicht mehr so groß sein, weil man genau weiß, was man sagen will.  

Falls Sie einen Invest in die Entfaltung Ihrer Mitarbeiter tätigen wollen: Es gibt durchaus Motivationstrainer, die in den Menschen große, positive Veränderungen bewirken.

Tipp 16: Mitarbeiterumfrage starten: Was behindert den Workflow?

Welche alltäglichen, nervigen Hindernisse stehen den Mitarbeitern im Weg, um erfolgreich zu sein und dadurch motivierter? Das kann die unzureichende IT-Technik sein oder nur der simple Schreibblock, der fehlt. Räumen Sie die Hindernisse aus dem Weg, es sind extreme Zeitfresser!

Beispiel: Eine Mitarbeiterumfrage hilft dabei herauszufinden, wo bei jedem einzelnen der Schuh drückt. Einfach eine Tabelle anlegen, um darin Ideen zu sammeln und dann zu entscheiden, was zügig umgesetzt werden kann.

Klar ist aber auch, dass nicht jeder Wunsch ein Hindernis ist. Es muss also nicht zwingend das hochwertigste Schreibset für jeden sein (Stichwort: unternehmerisches Denken!).

Tipp 17: Raus aus dem Trott: Hospitationen ausprobieren

Nichts demotiviert mehr als der alltägliche Trott. Deshalb unser Tipp: Aus der Routine ausbrechen.

Einfach mal einen kreativen Mitarbeiter in einen für ihn neuen Bereich stecken. Dazu müssen selbstverständlich die Möglichkeiten der Branche überprüft werden.

Der Automechaniker kann eventuell schlecht mit der Buchhaltung tauschen. Aber er kann einen Tag hospitieren, um dadurch seinen Wert für das Unternehmen besser einschätzen zu können. Wer Wertschätzung erfährt, der ist auch motiviert!

Beispiele:

  • Interessierten Mitarbeiter zu einem neuen Kundentermin mitnehmen, damit er frischen Input erhält
  • Schnuppertage in den Abteilungen einführen
  • Die Teamleiter tauschen für eine gewisse Zeit untereinander die Positionen, um sich mit besser in die Arbeit des Kollegen hineinzuversetzen usw.

Tipp 18: Belohnungssystem einführen, aber individuell

Der Mensch reagiert auf Belohnung mit der Ausschüttung von Glückshormonen. Wie beim Gehalt erwähnt, ist für die meisten der finanzielle Reiz ein wichtiger.

Wer im Unternehmen ein Belohnungssystem etabliert, wird glücklichere und motiviertere Menschen beschäftigen als der, der solche Anreize nicht schafft.

Wie ein solches System aussieht, ist individuell verschieden: Es reicht von klassischen Bonuszahlungen, über Einmal-Prämien bis zu kleinen Geschenken. Bei Pinetco steht jedem Mitarbeiter die 150-Euro-Belohnung offen: Jeder darf sie so oft an jeden anderen Kollegen vergeben wie man es für richtig erachtet. Allerdings muss es begründet werden.

Wer nun glaubt, es prasselt ein Geldregen nieder, der irrt. Das Instrument der Belohnung wird dosiert und überlegt eingesetzt, eben weil man erkannt hat, wie ungemein motivierend es ist, dieses “Zückerchen” nur bei Spitzenleistungen zu vergeben.

Beispiele: Sinnvoll ist bei einer Belohnung nicht das Gießkannenprinzip: Jeder bekommt ein bisschen was und alle dasselbe.

Finden Sie heraus, womit mit Sie Ihren besten Leuten eine große Freude machen können. Theaterkarten, an die man als gut vernetzter Chef rankommt? Eine lang gewünschte Fortbildung, die übernommen wird? Der Zugang zu Mentoren oder Coaches?

Jeden macht etwas anderes glücklich.

Tipp 19: Die Mitarbeiter nicht verbiegen, das schafft Vertrauen

“Wenn man keine Vorgesetzten zufriedenstellen und keine Untergebenen auf Linie halten muss, dann verflüchtigt sich das Gift, das in unseren Organisationen steckt… Wir haben alle unsere persönlichen Probleme und Geschichten, und in der Anwesenheit anderer Menschen zögern wir oft, unser ganzes Selbst zu zeigen.”

Was Frederic Laloux hier in seinem berühmten Buch “Reinventing Organisations” beschreibt, bedeutet, dass man sich auf der Arbeit oft nicht als der Mensch zeigt, der man ist. Wer stets eine Maske trägt und sich im Job persönlich verbiegt, wird dort niemals Befriedigung erfahren.

Unternehmen der Zukunft wissen, wie wichtig es ist, den Menschen in seiner Ganzheit annehmen und ihn so sein lassen, wie er ist. Wir müssen die Organisationen – und auch Firmen sind solche! – den Mitarbeitern anpassen und nicht umgekehrt.

Wenn, wie erwähnt nur das Ergebnis eine Rolle spielt, dann wird sich der Mitarbeiter den für ihn hilfreichsten Weg suchen und das bestmögliche Ergebnis erzielen. Auf seine Art, die ihn damit zum wertvollen Teammitglied macht.

Beispiel: Es beginnt bei der Kleidung. Verwandeln Sie den Casual Friday in die Casual Week. Bereits die Kleiderordnung drückt oft eine Oben-Unten-Asymmetrie aus.

Wer wirklich smart führen kann, der kann das auch ohne Business-Uniform. Viele sehr gute Beispiele zeigt ein beeindruckender Film: “Die stille Revolution”, der vom Wandel unserer Arbeitswelt berichtet aber auch, wie es gelingen kann, eben für den Job nicht mehr in eine Rolle schlüpfen zu müssen.    

Tipp 20: Teamevents: Hören Sie auf Ihr Team!

An dieser Stelle geht es sowohl um die Qualität als auch die Quantität. Teamevents steigern im Idealfall den Zusammenhalt und verpassen allen einen kräftigen Motivationsschub.

Doch Vorsicht: Es kann auch schnell nach hinten losgehen. Ein Teamevent ist nicht der Abend in der Kneipe mit viel Alkohol. Nicht immer muss, kann jedoch auch, ein Incentive eine gute Möglichkeit sein, den Teamspirit zu erhöhen.

Überlegen Sie, was zu Ihrem Unternehmen passt. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter oder setzen Sie auf deren Vorschläge.

Die Kosten sind oft ein Problem, welches sich aber lösen lässt, wenn man ein Event findet, was (fast) alle mittragen. Deshalb gern etwas Zeit und Kreativität in die Planung stecken, damit man möglichst viele Leute zusammenbekommt.

Beispiel: Teamevent + Wissenstransfer = Erfolg. Wer eine entspannte Veranstaltung nutzt, um gleich noch ein wenig die grauen Zellen zu trainieren, der sorgt nicht nur für Spaß, sondern auch für zusätzlichen Nutzen im Arbeitsalltag.

Bei Pinetco gab es einen veganen Kochabend: dreimal leckeres Essen, vom Team selbst zubereitet, garniert mit Infos rund um gesunde Ernährung. Gesündere Mitarbeiter bedeuten weniger Ausfälle bedeuten mehr Leistung.

Tipp 21: Motivation steigern und ein Winner-Mindset einführen

Erfolg stellt sich nicht von allein ein. Niemand ist von heute auf morgen erfolgreich, man muss dafür arbeiten. Essentiell dafür ist das sogenannte “Winner-Mindset”.

Erfolg kommt auch dadurch, weil wir an etwas stark glauben: Was man sich vorstellen kann zu erreichen, das ist auch möglich. Oder in Bildern ausgedrückt: Man kann jemandem zeigen, wie man den Berg erklimmt, aber hochsteigen muss man selbst.

Wollen Sie die Motivation steigern, um Ihr Team zum Ziel zu führen, brauchen Sie Menschen, die mit Ihnen eine Seilschaft bilden wollen! Ihre Aufgabe ist es, Ihre Leute mental so zu stärken, dass Sie immer daran glauben, dass das Glas halb voll statt halb leer ist.

Aber das stärkste Winner-Mindset nützt nichts, wenn es nicht mit der Praxis verbunden wird!

Beispiel: Es gibt Experten bzw. Motivationstrainer, die Workshops dafür anbieten. Manchmal ist es von großer Bedeutung, das Unternehmen oder auch nur eine bestimmte Abteilung von einem Außenstehenden betrachten zu lassen.

Ein versierter Coach kennt alle Ausreden mit denen man sich vor dem Raketen-Modus im Kopf drückt. Werfen Sie gemeinsam den Booster an und motivieren Sie sich gemeinsam.

Übrigens: Überlegen Sie sich schon einmal einen Motivationsschrei. Das konditioniert in der Tat Ihr Gehirn auf “Durchstarten jetzt”!   

Tipp 22: Motivation durch das Team selbst – der effektivste Weg

In jedem Unternehmen gibt es auch schlechte Tage. Da sind Aufträge geplatzt, man hat ein Projekt schlecht abgeliefert, viele Mitarbeiter fehlen durch Krankheiten usw. Kurz: Die Motivation ist am Boden.

Dann helfen auch der beste Kaffee oder die Aussicht auf das Teamevent nicht, sondern Kommunikation. Diese muss unbedingt in vertrauensvoller Atmosphäre stattfinden.

Der Chef ist in diesen Situationen meist nicht der passende Ansprechpartner, weil es doch eine gewisse professionelle Distanz gibt.

Der kluge Unternehmer weiß das und setzt auf empathische, vom Team geschätzte Mitarbeiter, die ihre Kollegen wieder aufrichten. Wer dies erkannt hat, befindet sich in Sachen Motivation schon auf der “Advanced”-Stufe:

Nicht mehr der Vorgesetzte fühlt sich allein dafür zuständig, sondern das Team sorgt selbst dafür, dass jeder motiviert seinen Job anpackt.

Beispiel: In unserer Agentur hat sich das Paten-System bewährt. Jeder neue Mitarbeiter erhält von Beginn an einen erfahrenen “alten Hasen” an seine Seite gestellt.

Der Pate begleitet ihn nicht nur fachlich, sondern ist auch ein Stück weit Mentor, um das Cultural Fit und das Winner-Mindset anzulegen. Auf natürliche Weise bildet sich Vertrauen, so dass der Pate für den Schützling erster Ansprechpartner wird, wenn es mal Probleme gibt.

Tipp 23: Sportprogramm während der Arbeit anbieten

Die Betonung liegt in diesem Fall auf anbieten. Jeder weiß, wie wesentlich Bewegung für uns ist, aber zwingen kann man niemand dazu.

Im Büro sitzt der Mensch zu viel und hat Rückenprobleme; in einem Produktionsunternehmen steht man vielleicht den ganzen Tag; in der Gastronomie sind die Angestellten permanent auf den Beinen. Kann man den Beruf mit körperlichem Ausgleich verbinden, ist das eine ideale Kombination.

Viele sportliche Angebote werden im Übrigen von den Krankenkassen bezuschusst, so dass die Kosten für ein Unternehmen gering sind.

Der Mitarbeiter wird sich nicht nur wohler fühlen, wenn er gesunde Bewegung schon am Arbeitsplatz integrieren kann, er wird auf Dauer auch seltener krank.

Beispiele:

  • Rückenschule, die direkt ins Unternehmen kommt
  • der gemeinsame Spaziergang am Mittag für 15 Minuten
  • Bereitstellung von Therabändern, Yogamatten, Igelbällen usw.
  • Massagen für verspannte Schultern  
  • Ernährungsberatung von den Krankenkassen...  

Tipp 24: Kinder sind kein Problem

Kinder sind im Unternehmen nach Möglichkeit gern gesehen und Hunde ebenso. Punkt.

Tipp 25: Mobbing am Arbeitsplatz nicht zulassen!

Es ist leider einer der größten Motivationskiller überhaupt: Mobbing. Machen Sie klar, dass dies nicht geduldet wird. Keine Zickereien, keine Gerüchte, kein Ausgrenzen, keine Beleidigungen, kein sexistischer Unterton, keine Intrigen…

Dies zerstört jegliche Unternehmenskultur. Der Hinweis sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber es ist in vielen Unternehmen trotzdem ein Problem.

Wer lange Zeit gemobbt wird, wird häufig krank. Das belastet das Unternehmen und auch die Mitarbeiter, die die Arbeit mit übernehmen müssen. Eine Abwärtsspirale der Motivation beginnt.

Beispiele und Hilfe:

Sollte es Probleme diesbezüglich geben, helfen Regeln, die sich die Mitarbeiter selbst geben. Dieser Codex steigert den Teamzusammenhalt, weil er aus dem Team entwickelt wurde.

Und sehr wichtig: Seien Sie als Vorgesetzter wiederum ein gutes Vorbild!

Fazit zur Steigerung der Mitarbeitermotivation

Meine Tipps, um Ihr Team zu motivieren, sind in der Praxis erprobt. Wir testen, wir verwerfen, wir lernen dabei unglaublich viel. Und gewinnen noch weit mehr.

Es klingt banal, aber bitte halten Sie als Chef sich vor Augen, dass die Menschen Ihnen ihre Lebenszeit zur Verfügung stellen.

Ohne die Mitarbeiter geht nichts in einem Unternehmen. In jedem Gespräch ist das in meinem Hinterkopf. Um kluge und wertvolle Menschen in der Firma zu halten, braucht es weit mehr als nur ein ordentliches Gehalt.  

Jedoch auch nicht immer große Investitionen. Mitarbeiter zu motivieren klappt auch ohne Geld (oder nur mit kleinen finanziellen Aufwendungen):

Loben Sie! Fördern Sie Talente! Dulden Sie kein Mobbing! Beseitigen Sie Hindernisse! Stärken Sie das Selbstbewusstsein! Verbiegen Sie die Menschen nicht! Und wenn möglich, geben Sie ihnen guten Kaffee.

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